Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland lagen im November 2018 um 4,8 % über dem Stand im November 2017. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist das der stärkste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahr seit November 2007 (+5,7 % gegenüber November 2006). Im August 2018 hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 4,6 % gelegen. Im Vergleich zum August 2018 erhöhten sich die Baupreise im November 2018 um 0,8 %. Alle Preise beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Umsatzsteuer.


Die Umsätze im Bauhauptgewerbe waren im Oktober 2018 um 16,8 % höher als im Oktober 2017. Noch höher war die Zuwachsrate zuletzt im Januar 2018 gewesen (+ 21,2 %). Dabei ist zu beachten, dass aktuell das Preisniveau für Bauleistungen deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren im Oktober 2018 im Bauhauptgewerbe 2,6 % mehr Beschäftigte tätig als im Vorjahresmonat.

Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im September 2018 um 3,6 % höher als im Vormonat. Im Dreimonatsvergleich stieg das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von Juli 2018 bis September 2018 gegenüber dem Zeitraum von April 2018 bis Juni 2018 um 0,5 %. Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im September 2018 um 7,9 % höher. In den ersten neun Monaten im Jahr 2018 stieg der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 3,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im September 2018 nominal mit 6,6 Milliarden Euro um 11,4 % höher als im September des Vorjahres. Einen höheren Auftragseingang in einem September hatte es zuletzt vor 20 Jahren gegeben (1998: 6,7 Milliarden Euro). Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2017 stiegen die Auftragseingänge in den ersten neun Monaten 2018 nominal um 8,5 %.


Von Januar bis September 2018 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 262.800 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das 2,3 % oder 6.000 Baugenehmigungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 rund 233.100 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3,2 % oder 7.200 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf die Zunahme der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zurückzuführen (+8,3 %). Dagegen ist die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 0,9 % und für Zweifamilienhäuser um 4,4 % zurückgegangen. Bei den neuen Nichtwohngebäuden, die von Januar bis September 2018 genehmigt wurden, erhöhte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,4 Millionen Kubikmeter auf 166,8 Millionen Kubikmeter (+4,6 %).


Im August 2018 waren die Umsätze im Bauhauptgewerbe um 7,5 % höher als im August 2017. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren im August 2018 im Bauhauptgewerbe 2,3 % mehr Beschäftigte tätig als im Vorjahresmonat. Alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes verbuchten Umsatzzuwächse im Vorjahresvergleich. Im Hochbau waren die Umsätze im August 2018 um 4,1 % und im Tiefbau um 12,6 % höher als im August 2017. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes stiegen die Umsätze im Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau mit +20,3 % sowie im Bau von Straßen und Bahnverkehrsstrecken mit +13,8 % am stärksten. Den geringsten Umsatzzuwachs gab es im Wirtschaftszweig "Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten anderweitig nicht genannt" (zum Beispiel Gerüstbau) mit +5,4 % gegenüber August 2017. Im Vergleich zu den ersten acht Monaten 2018 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe in den ersten acht Monaten 2018 um 6,9 %. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,4 %.


„Handel, Marke oder Plattform – wer macht das Rennen im Kampf um den Kunden?“ lautet das Motto des diesjährigen 19. Internationalen BHB-Kongresses 2018. Wie kann sich der Baumarkthandel im Kampf der Vertriebsformate positionieren, um nicht Leidtragender eines zunehmenden Verdrängungswettbewerbs zu werden? Welche Unternehmensstrategien sind zukunftsfähig, welche Angebote, Sortimente und Services erwarten die Baumarktkunden in den kommenden Jahren? Diese und weitere Fragen diskutiert der BHB am 5. und 6. Dezember in Bonn mit der nationalen und internationalen DIY-Branche im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestags.Festlich wird es am Abend des ersten Kongressstages: Im Rahmen der traditionellen Galaveranstaltung, die 2018 im Ballsaal des Maritim Hotel Bonn stattfindet, wird Dieter Schulz (Schulz Farben) mit dem DIY-Lifetime-Award 2018 für sein Lebenswerk geehrt.


Die Stimmung im Euroraum trübt sich weiter ein. Das ifo Wirtschaftsklima ist deutlich von 19,6 auf 6,6 Saldenpunkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte 2016. Die Experten korrigierten sowohl ihre Lageeinschätzung als auch ihre Erwartungen kräftig nach unten. Die Konjunktur im Euroraum steuert auf unruhiges Fahrwasser zu. Vor allem in Italien und Spanien sind die Bewertungen der Experten eingebrochen. In den Niederlanden hat sich hingegen die Lagebewertung verbessert. Die Experten senkten ihre Exporterwartungen für den Euroraum. Die Prognose für die Inflationsrate für dieses Jahr wurde von 1,7 auf 1,8 Prozent angehoben. Das Vertrauen der Experten in die Wirtschaftspolitik schwindet weiter.